Im August waren wir für ein Wochenendtrip in Rom, der Hauptstadt Italiens und da ich es natürlich nicht lassen kann alles analog auf Film zu dokumentieren, ist trotz der sommerlichen Hitzewelle so einiges an Bildern zusammen gekommen. Aufgrund meines Interesses für das Experimentelle, habe ich Rom aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln festgehalten, um die Vielfältigkeit der Betrachtungsmöglichkeiten und Wahrnehmung dieser atemberaubenden Stadt aufzuzeigen. Also begleitet mich auf meinem Rundgang durch Rom.

 

Unsere Unterkunft lag in unmittelbarer Nähe der San Giovanni Metro-Station, welche ihren Namen von der schönen Basilica di San Giovanni in Laterano hat. Eigentlich eine wirklich gute Gegend, um seine Zeit im Rom zu verbringen, nicht zu touristisch und dennoch sehr nah am Zentrum. Für uns perfekt.

Es müssen nicht immer die touristischen Hot-Spots sein, ich erkunde die Stadt gerne von allen Seiten, die Nebenstraßen und auch weniger beachteten Ecken – also das wahre Gesicht der Stadt.

 

Einen Katzensprung entfernt, vorbei an der Basilica di San Giovanni in Laterano, erreicht man innerhalb von 15 Gehminuten eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt – das Kolosseum.
Dieses ist für mich der Inbegriff des Römischen Reiches, seines Aufstiegs und Verfalls. Dieses Meisterwerk architektonischer Höchstleistung zeigt zu was die römische Hochkultur fähig war und doch ist das Reich zerfallen. Selbst wenn es dank aufwendiger Restaurationsarbeiten noch steht, so macht dieses Bauwerk doch deutlich: Nichts hält für ewig.

 

Angekommen im Kolosseum, braucht man in der brütenden Hitze der Mittagssonne erst einmal eine Abkühlung.

Nach dem Besuch im Kolosseum geht es auf den direkt anliegenden Palatin, einer der sieben Hügel Roms und scheinbar der älteste bewohnte Teil der Stadt. Hier finden sich viele Ruinen aus unterschiedlichen Epochen der Stadtgeschichte, welche nur erahnen lassen, welch imposante Gebäude diesen Hügel einst gesäumt haben.

Oben angekommen, hat man die Möglichkeit die Aussicht über den Dächern der Stadt in alle Himmelsrichtungen zu genießen.

 

„Velvet City“ war der erste Gedanke, der mir beim Betrachten der Bilder dieses Films (Lomography Lomochrome Purple XR 100-400) durch den Kopf ging. Die Architektur gemischt mit diesen ungewöhnlichen Farben lässt Rom wie eine Stadt eines anderen Planeten erscheinen.

 

Über die Via dei Fori Imperiali geht es dann Richtung Stadtzentrum. Interessanterweise gab es generell ein großes Aufgebot von Militär und Polizei über die Stadt verteilt in diesen Tagen. So entstand auch diese Momentaufnahme, in welcher ein Radfahrer einen Soldaten nach dem Weg fragt.

 

Angekommen auf der Via del Corso treffen wir zufällig auf einen alten Bekannten und guten Freund von uns, Beatboxer und Straßenmusiker Eddy Harper. ‚Busker‘, wie man sie auch nennt, gehören inzwischen (wieder) mehr und mehr zum römischen Stadtbild, vor allem entlang dieser Straße.

 

Nach der Performance geht es dann über typisch römische, aber touristenlose Gassen Richtung Trevi-Brunnen, ein weiteres touristisches Highlight der Stadt.

 

Trotz des absolut von Menschenmengen überfüllten Brunnens, ist es mir gelungen, ein Bild aus erster Reihe zu schießen. Der Brunnen selbst ist ein architektonischer Augenschmaus, wohingegen die Masse der Menschen, dem Ort doch etwas an Schönheit nimmt; aber so ist das eben bei den touristischen Sehenswürdigkeiten einer Stadt wie Rom.

 

Deshalb geht es dann auch schnell weiter Richtung Spanische Treppe, um von dort aus in die ruhige und sehr empfehlenswerte Parkanlage „Villa Borghese“ zu gelangen.

 

Der Park erscheint schon fast märchenhaft mit all seinen Brunnen und Skulpturen inmitten der mediterranen Vegetation. Besonders in Kombination mit dem Lomochrome Turquoise Film von Lomography wirkt auch dies wie von einem anderen Planeten. Zudem hat man die Möglichkeit sich ein wenig dem touristischen Tumult zu entziehen und es gibt wunderbare Panoramaaussichten über die Stadt.

 

Der Ruhe und unserer Verbundenheit zur Natur wegen, zog es uns anschließend in die Gärten des Vatikan. Innerhalb weniger Minuten mit der Metro erreicht man vom Piazza di Spagna den Vatikan und kann bei einer geführten Tour die Schönheiten der Gärten betrachten, welche sonst nur den Bewohnern des Vatikan vorbehalten sind. Definitiv empfehlenswert.

Nach dieser ganzen Tour hat man sich dann erst einmal ein Gelato und ein kaltes Getränk zur Erfrischung verdient, um sich dann auf Umwegen durch die Straßen der Stadt in einem leckeren Restaurant mit römischen Köstlichkeiten wiederzufinden.

Sollte euch dieser Rundgang durch Rom mit mir gefallen haben und ihr wollt ein bisschen mehr von Rom sehen und Italien erleben, dann habt ihr die Möglichkeit bei der aktuellen Ausstellung „Roma in Analogico“ in der Switch21 – GastroBar in der Lenaustraße 21, 12047 Berlin, vorbeizuschauen.

Außerdem könnt ihr auch bookmundi checken, um weitere tolle Tipps rund um Rom zu finden.

Und bleibt gespannt auf den nächsten #awalkthrough.