Wenn wir jetzt im Herbst im Büro sitzen und der Regen draußen gegen unsere Fenster peitscht, wünschen wir uns gerne in sonnigere Gefilde. Wie die Vögel, die im Winter gen Süden ziehen, wollen auch wir der Sonne hinterher. Da wir aber nicht alles stehen und liegen lassen können, begnügen wir uns damit, die sonnendurchfluteten Abenteuer unserer Fotografen zu verfolgen, festgehalten in ihren Bildern. Daher wollen wir euch heute einige unserer liebsten reisenden Instagrammer vorstellen.
Titelbild von _hannesthun.

Während wir nur davon träumen, lebt _hannesthun bereits den Traum vom sonnigen Winter! Zum vierten Mal in Folge zieht es ihn bereits über die Wintermonate nach Kapstadt. Seit Januar 2016 verbrachte er je ein Viertel des Jahres dort – mehr lässt das Visum nicht zu. Ein Ende dieser alljährlichen Flucht in den Süden ist nicht absehbar – eher das Gegenteil, denn die Stadt wurde mit jedem Aufenthalt immer mehr zu einem neuen Zuhause. Dort fühlt er sich angekommen.

Nicht nur die Sonne und Wärme bereichern sein Leben dort – es sind besonders die Menschen, die die Stadt aus seiner Sicht so lebenswert machen. Ganz der Digital Nomad hat Hannes weder in Deutschland noch in Kapstadt eine feste Bleibe – mittlerweile hat er aber viele Kontakte geknüpft, die ihm Unterschlupf gewähren. Als Solo-Traveller sei es einfacher, zu bekannten Gastgebern zurückzukehren, sagt er. Von daher ist es für ihn einfach, sich wie Zuhause zu fühlen. „Zu Hause bedeutet für mich Sicherheit im Sinne von guten Erinnerungen in Form von geliebten Menschen und Aktivitäten. In Kapstadt passt die Lebensenergie und -philosophie zu mir, hier ist alles nicht so ernst und ‚deutsch‘.“

Dieses Jahr konnte Hannes zum ersten Mal auch seine Hochzeitsfotografie mit nach Südafrika nehmen. Genau genommen in die Region Franschoek, die neben vieler schöner Weingüter und anderen Wedding Venues auch mit gutem und stabilem Wetter punkten kann. Für die Zukunft wünscht er sich, noch mehr Paare und Hochzeiten in Kapstadt und Umgebung zu shooten – geliebt und geheiratet wird schließlich überall.

Ein anderes Thema für Hannes ist derzeit die Food Fotografie, die wir aktuell auf seinem Zweitprofil _hosthannes bewundern dürfen. „Essen zubereiten, meine Mitmenschen damit zu erfreuen, ist über die Jahre mehr und mehr zu meiner Leidenschaft geworden.“, sagt er. „Ich mag gerne Gastgeber sein und viele Menschen an einem Tisch zusammenzubringen. Der Kanal gibt mir die Möglichkeit zu inspirieren und zu ermutigen einfach immer was neues auszuprobieren, gerade daheim in der eigenen Küche.“
Natürlich hat das Leben zwischen den Ländern nicht nur Sonnenseiten, aber anstatt sich zu viele Sorgen zu machen, lebt Hannes lieber im Hier und Jetzt, vertraut dem Leben und darauf, seinen eigenen Weg zu finden. Eine Einstellung, mit der er gut nach Kapstadt passt – denn dort sagt man „we make a plan“ anstatt „we have a plan“!

Auch für maschalinka nimmt das Reisen einen wichtigen Platz in ihrem Leben ein. Wenn sie auf Reisen ist, nimmt sie ganz neue Farben, Formen und Bilder wahr, sagt sie. Ihr Ziel auf jeder Reise ist es dabei, richtig in das jeweilige Land einzutauchen – Atmosphäre, Menschen, Essen, Gerüche, Geschichte, Landschaft, Kultur und Mentalität des Landes richtig zu erfassen. Daraus schöpft sie Inspiration für Fotos und einzigartige Motive. Aber nicht nur das Reisen beeinflusst das Fotografieren. „Es ist ein Wechselspiel. Ich nehme die Welt und meine Umgebung durch die Linse anders wahr. Mit dem Blick für andere Motive, sind es nicht mehr nur die Touristenattraktionen, sondern die vielen kleinen Dinge, die mich auf meinen Reisen schon an so machen abgelegenen und wunderschönen Ort gebracht haben.“ Im Januar geht es für sie nach einer Woche Winterurlaub auch in wärmere Gefilde. Ob nach Sri Lanka, Tansania oder Botsuana weiß sie aber noch nicht.

Für muenchmax hat das Reisen neben den ganzen persönlichen Bereicherungen noch einen entscheidenden, professionellen Vorteil. Denn auch seine Kunden profitieren von den verschiedenen Orten, an denen er ist. Uns haben seine Bilder auf jeden Fall schon lange überzeugt! Im Winter geht es für ihn jedoch eher in kühlere Regionen – nicht zwingend der Sonne hinterher.