Ursprünglich aus Budapest stammend, wuchs Eszter als Einzelkind in einer Architekten-Familie auf und verbrachte ihre Zeit damit, über ihren großen Wunsch, Äthiopien zu besuchen, tagzuträumen. Ihr Vater war früher oftmals aufgrund seines Berufs dort und brachte dabei Geschichten und Fotos von dem Leben dort zurück. Während sie studierte, um Linguistin zu werden, reiste sie nach Bologna und Padua und blieb dort ein Jahr, um mehr über die italienische Sprache, Literatur und Kunst zu lernen.

Gutgesinnt wie sie ist, entschied sie sich dazu, sich ehrenamtlich einzusetzen und dies setzte sie schnell in die Tat um. Eszter reiste in Westafrika vor und zurück und besuchte Orte wie Togo und Sierra Leone, wo sie den Gemeinden beibrachte, den Computer und das Internet zu benutzen und sie vor allem über Gesundheitsmaßnahmen, wie etwa über die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten und Malaria, aufklärte.

Eine grundlegende Erfahrung, die sie darüber hinaus machte, ist wie sehr die Zeit in einer herausfordernden Umgebung unterschiedlich vergeht. Heute hat sie das Gefühl, in dieser Zeit mehr gelernt als selbst gelehrt zu haben. Sie lächelt dankbar, während sie das erzählt und sorgfältig über ihre Worte nachdenkt. Später zogen sie und ihr Mann nach Madrid und sie gründeten eine NGO für afrikanische Flüchtlinge und organisierten Sprachkurse, die wiederum von den Einheimischen weitergeführt wurden. Nach ein paar Jahren in Spanien, zogen Eszter und ihr Mann wieder näher an ihr ursprüngliches Heimatland, Ungarn und die Schweiz. Nun ist sie seit 2 Jahren in Berlin und sagt, dass die kulturelle Szene hier in vielerlei Hinsicht Budapest ähnelt.

Sie arbeitet im Bestelldepartment bei Pickmotion und genießt die intime Atmosphäre einer kleinen Firma, wo man “umgeben von Schönheit” ist. Früher, als Eszter noch ein Student war, begann sie mit Contemporary Dance, nachdem sie von den Vorführungen, die sie auf der Bühne gesehen hatte, dazu inspiriert wurde. Heute geht sie in ihrer Freizeit zur Tanzfabrik und kümmert sich mit ihrem Mann und anderen Freiwilligen nebenbei noch um Pressenza, eine internationale Nachrichtenagentur, die sich gegen Gewalt einsetzt.

Eszters Lieblingspostkarte ist Tempel Spielplatz B-0127 von _hannesthun, denn es vermittelt das Gefühl von Freiheit und Raum.