Sie ist unsere neue Mitarbeiterin im Bereich Artist Relations, aber eigentlich ist sie selbst Künstlerin. Wir dürfen vorstellen: Amy – Film Connaisseuse, Geschichtenerzählerin und unsere Bastion der Ruhe im Büro.

Amy wuchs im Süden der Niederlande auf, ist zum Teil Kanadierin und verbrachte mehrere Jahre im belgischen Brüssel, um ihrer wahren Leidenschaft nachzugehen: dem Studium von Film und Drehbuch. Der Dokumentarfilm ist für sie eine der schönsten Filmformen, die es gibt. „Jeder hat eine Geschichte zu erzählen und als Filmemacher in diese eintauchen zu dürfen ist unglaublich“, sagt sie, „es ist schön, mit Menschen zu filmen – man lernt so viele neue Perspektiven kennen!“ Ihre Leidenschaft dafür, Filme zu machen, beruht auf ihrem Wunsch, sich selbst auszudrücken, aber auch auf ihrem Drang, eben diese Geschichten zu erzählen. Deswegen ist Joshua Oppenheimer einer ihrer Lieblingsfilmer. Denn er nimmt sich wirklich die Zeit, sich mit dem Thema seiner Filme intensivst zu beschäftigen und so eine Nähe aufzubauen, die man auch im Endresultat sehen kann. Aber auch Alma Har’el gehört zu Amys Idolen, aufgrund der Nähe, die sie zu den Menschen, die sie filmt, herstellt.

Wenn sie nicht mit einer großen Portion Popcorn im Kino sitzt, gestaltet sie ihre Freizeit sehr aktiv. Laufen, schwimmen oder einfach durch die Stadt spazieren. Erst vor kurzem fing sie an zu skaten. Außerdem geht Amy gerne Feiern und besucht Konzerte. Beim Musikgenre legt sie sich nicht fest. Von Rap über Indie und Techno bis hin zu Jazz oder Blues – Amy entdeckt gerne neue Dinge! Und auch neue Orte für gutes Essen – vor allem asiatisches Essen. Eine Präferenz, die sich entwickelte, als sie Asien bereiste und unter anderem Indonesien und Laos erkundete. „Es war nicht immer schön, aber immer interessant“, erinnert sie sich. Während sie die Schönheit der Natur, der Städte und der Kulturen bewundert, sieht sie auch die Sorgen und Ängste der Menschen in diesen Ländern – eine wahre Filmemacherin, die da aus ihr spricht.

Amy hatte hier in Berlin einen eher schwierigen Start, als sie im dunklen und kalten Winter ankam und ihr ihr Traumjob in der Videografie zwischen den Fingern zerronn. Mittlerweile hat sie die Stadt jedoch lieb gewonnen – zum Glück, denn wir würden sie nicht missen wollen. Sie liebt es, wie viele tolle Menschen sie bereits kennen lernen konnte, dass sie hier sogar mit Fremden interessante Gespräche führen kann und dass sie ihren Drachen und ihr Skateboard einpacken und „einen Tag lang wie ein Kind spielen kann, ohne dass jemand urteilt“.

Für ihre Zukunft hat Amy große Pläne! Sie möchte mindestens einen erfolgreichen Langspielfilm drehen, mindestens ein Buch schreiben, das veröffentlicht wird, und vielleicht sogar irgendwann einen Rap-Track oder ein Album schreiben. Dinge kreieren und schaffen, Geschichten erzählen, inspirieren und sich inspirieren lassen – das ist einfach ihr Ding.

Amys liebste Photo-Postkarte ist die „surreal surprise“, die wir gemeinsam mit erinsummer_ erstellt haben – vielleicht, weil sie ihre beiden Lieblingsfarben Grün und Orange enthält. Oder vielleicht wegen der geheimnisvollen Geschichte hinter dem Foto.