Sie kennt sich mit Rollkameras aus, ist frankophil und lebt den Perspektivenwechsel über ihr Instagram alter ego – @anni.berlin war eine echte Überraschung – wir hatten keine Ahnung, wie sie aussieht (sehr nett & sympathisch), wie alt sie ist (ein bißchen erwachsener als gedacht) und wie sie heißt (ganz einfach Andrea).

Seit @anni.berlin denken kann, gehört das Fotografieren zu ihren lebhaftesten Erinnerungen. Mit einer Rollkamera ihrer Oma hat sie sich schon als Kind mit der Sandkastenfreundin auf Fototouren begeben – #Instawalks sind also olle Kamellen für sie. Zu ihrer Studienzeit und später als Sprachlehrerin in Paris waren es immer wieder diese Spaziergänge, die bis heute ein wichtiger Bestandteil ihres persönlichen Gleichgewichts geworden sind – als Gegenpol zur Kopfwelt ihrer Profession als Lehrerin.

Valentine in #berlin

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Andrea lebt seit 1999 in Berlin und ist abgesehen von der “allwinterlichen Infragestellung” sehr glücklich in der Stadt. Es gibt ein paar rote Fäden auf ihrem Instagram Account – Schattenspiele, so viel blauer Himmel wie möglich und, nach eigenen Worten “alte Männer am Fenster” – “bei meinen Bildern muss man oft genauer gucken, auch wenn das vielleicht nicht zeitgemäß ist – und ich möchte mit Sehgewohnheiten brechen,” sagt sie.

Shadows in love 💛

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Instagram nutzt @anni.berlin ausschließlich für #latergrams, die sie mit der Digitalkamera aufgenommen hat. Sie schätzt im Vergleich zur Rollkamera-Zeit die größere Freiheit hunderte Aufnahmen machen zu können – “trotzdem ist unter den ersten drei Bildern eines Motivs eigentlich immer das Beste dabei!” Sie wählt genau aus, bearbeitet, und… behält am Ende viele der Fotoschätze für sich und ihre Freunde.

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Die beste Gelegenheit Fotografie tief auszuschöpfen und ihrer Leidenschaft für street photography zu frönen ergibt sich auch für Andrea oft auf Reisen – und sie hat ein spezielles Interesse an Osteuropa, so hat sie unter anderem Rumänien, Albanien, Montenegro, Serbien, Kroatien und den Kosovo besucht. “Im Verfall möchte ich Schönes entdecken”, sagt sie und fügt hinzu “Orte, die Massen anziehen, versuche ich zu vermeiden”.