Münchens süßes, zentrales Viertel Haidhausen ist das Zuhause der zwei Schwestern, die für ihr Alter schon ziemlich Karriere gemacht haben. Victoria aka @milortensia ist 22 und Junior Lektorin in einer Bilderbuch-Redaktion, Marie aka @maschalinka ist mit 21 schon Junior Kontakterin in einer Werbeagentur – Hut ab! Wir haben mit den beiden über Glück, Berge und Zoff unter Schwestern gesprochen.

@maschalinka und @milortensia sind zwei Streams, die sich aufeinander beziehen, sich ergänzen und austauschen. Wie kommt das?

Wir sind Schwestern und gleichzeitig beste Freundinnen, haben die gleichen Interessen und Vorlieben. Deshalb sind wir auch meistens zusammen unterwegs und teilen uns mittlerweile sogar eine Kamera. Wir haben zwar mehrere, aber irgendwie ergibt es sich immer so, dass wir nur eine mitnehmen. Am Ende wären die Motive erfahrungsgemäß ähnlich und außerdem suchen wir nach Motiven, auf denen eine von uns mit auf dem Foto ist und somit das beste Model für die jeweils andere sein kann. Das ist immer sehr praktisch. Manchmal posten wir die gleichen Fotos, weil wir so eine kleine Regel aufgestellt haben, dass man die Bilder, die man selbst geschossen hat posten darf und die, auf denen man selbst zu sehen ist. Das überschneidet sich natürlich manchmal und macht auf jeden Fall die Bindung unserer beiden Instagram Profile deutlich sichtbar.

Zwei Schwestern, die ziemlich eng zusammenarbeiten – geht das immer gut oder gibt es da auch mal Zoff?

Eben wegen der Kamera-Teilung gibt es tatsächlich ab und zu ein bisschen Zoff, wenn man das so nennen will. Da behauptet dann die eine, das sei ihr Bild gewesen, die andere ist aber „sicher“, es war ihres usw. Aber das ist meistens im Endeffekt dann doch egal. Wir sind ja Schwestern und da gönnt man der anderen wirklich beinahe alles. Eigentlich haben wir auch schon ab und an mal überlegt, irgendwas Gemeinsames aufzuziehen. Das wäre wirklich toll.

Was fasziniert euch an der Bergwelt?

Wir sind in der Mitte von Deutschland in einer Hügellandschaft aufgewachsen, aber waren schon als Kinder ab und zu mit unseren Eltern in den Bergen. Und jetzt, wo wir mitten in der Stadt wohnen, genießen wir es so unheimlich, die Wochenenden zu nutzen, um mal aus der Stadt rauszufahren. Von München ist es ja auch nicht sehr weit zum Glück. Das ist irgendwie immer ein bisschen wie Durchatmen und Kraft für den städtischen Alltag tanken. Die Landschaft in den Bergen ist so vielfältig, je nach Höhe, ob ein See in der Nähe ist oder zu welcher Jahreszeit. Und dann steht man da zwischen diesen majestätischen Gipfeln. Das ist großartig. Aber am besten gefällt es uns, oben am Gipfel zu stehen und in die Ferne zu schauen. Auf schneebedeckte Spitzen, in Täler oder auf Wolkendecken. Das ist das schönste Gefühl und man vergisst jeden anstrengenden Schritt vom Aufstieg.
Das Zitat von François Lelord beschreibt unsere Faszination der Berge sehr gut: „Glück, das ist eine gute Wanderung inmitten schöner unbekannter Berge.“

Ihr seid Wanderlust-Fans, also oft von den besten Naturkulissen umgeben – beschreibt doch mal, wie ein typisches Shooting bei euch aussieht, ist das ein spontaner Zufall, eine Eingebung oder plant ihr das präzise?

Wir fahren nicht wegen der Fotos in die Natur, sondern eher umgekehrt. Wir fahren in die Natur, weil wir uns dort wohlfühlen. Die Fotos halten dann einfach die schönen Momente und Motive fest. Eigentlich ist das immer sehr spontan. Klar überlegen wir uns schon, wo wir mal hinfahren könnten, aber dann vor Ort lassen wir einfach die Natur und die Kulisse auf uns wirken und uns davon inspirieren. Da sieht man einen Felsblock, auf den sich eine stellen könnte oder so ähnlich. Und wie die Natur aussieht, kann man ja nicht planen. Das überlassen wir alles ihr selbst.

Wie seid ihr zur Fotografie und schließlich zu Instagram gekommen?

Fotografiert haben wir schon immer gern. Das hat angefangen mit den ersten kleinen analogen Kinderkameras zur Grundschulzeit über Shootings im Teenageralter mit Freundinnen. Vor allem dann durchs Reisen, mittlerweile mit einer DSLR Kamera, haben wir die Fotografie-Liebe entdeckt. Instagram haben wir irgendwann vor Jahren mal entdeckt über eine Bekannte. Aber dass das mal unser liebstes Soziales Netzwerk und noch dazu so beliebt wird, hätten wir damals noch nicht gedacht. Wir nutzen Instagram als Ort der Inspiration im Sinne der Fotografie. Nicht mehr und nicht weniger.

Was fotografiert ihr am liebsten?

Früher sehr gern unsere Kätzchen und das ein oder andere Stillleben, aber mittlerweile wirklich am liebsten schöne Landschaften. Berge, Meer… Deutschland oder anderswo. Das ist ganz egal. Als nächstes würden wir aber auch gerne mal Freunde fragen, ob sie bereit wären, von uns Portraits machen zu lassen. Dann aber am liebsten auch draußen inmitten einer schönen Landschaft.

Welche Kameraausrüstung nehmt ihr mit auf eure Bergtouren?

Wir sind da ziemlich sparsam und nehmen nur das Nötigste mit. Meistens ist das nur unsere Canon 50d, sonst nichts. Technisch sind wir nicht so super-versiert – viel wichtiger als die perfekte Ausstattung ist uns der Blick für schöne Motive in Kombination mit tollen Orten. Und den Augenblick dann zu einzufangen.

Wie weit würdet ihr für ein gutes Foto gehen?

Puh, das ist eine schwierige Frage… manchmal steigt man für ein echt gutes Foto auf kleine Felsvorsprünge oder so. Also ab und zu sind wir dann doch ein wenig riskant. Aber wir sind da vermutlich ziemlich ausgeglichen.

Was war euer schönstes Fotoerlebnis und warum?

Einmal vor zwei Jahren waren wir zusammen in der Atacamawüste in Perú. Als die Sonne am Ende der Dünen unterging, das war eines der schönsten Fotoerlebnisse, die wir gemeinsam hatten. Sandhügel soweit das Auge reicht und alle paar Minuten haben sich die Farbstimmung und das Licht des Sonnenuntergangs geändert. Manchmal weiß man genau, dass es ein einmaliges Erlebnis ist, das so nicht wieder kommt und dann wird man fast verrückt, weil man unbedingt die besten Fotos machen will, um das so festzuhalten, wie es sich anfühlt.

Und schließlich: Berge oder Meer? Was zieht euch mehr in den Bann?

Das hört man bestimmt gut raus… Berge. Das Meer ist weit und unendlich schön und wir sind wirklich gern dort. Aber die Berge sind so vielfältig, faszinierend und majestätisch, dass sie uns doch mehr beeindrucken.