Kurz vor der Weihnachtszeit haben wir uns mit Julia getroffen, die in Berlin war, um die beliebten Weihnachtsmärkte zu besuchen und die vorweihnachtliche Stimmung zu genießen. Wir sprachen mit ihr über den skandinavischen Stil ihres Instagram Accounts @jularif, ihre aktuellen Projekte und ihre Pläne für die Zukunft.

Julia kommt aus St. Petersburg, Russland, lebt aber derzeit in Antalya, Türkei. Sie ist mehrsprachig und spricht unter anderem Russisch, Bulgarisch, Englisch und seit kurzem lernt sie außerdem noch Deutsch.

Sie spricht leise, ein bisschen schüchtern, im Scheinwerferlicht zu stehen, aber immer mit einem Lächeln im Gesicht. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch vergangene, aktuelle und zukünftige Projekte.

Sie ist eine professionelle Lifestyle- und Portrait-Fotografin, seit kurzem arbeitet sie auch für Restaurants und hilft beim Food-Styling, beim Design und beim Erstellen von Social-Media-Inhalten.

Picture with two tortoises and text "no hurries, no worries" on polaroid postcard

eine der Karten, die wir mit @jularif designed haben

Dies ist nicht ihre erste Reise in die zu unrecht getaufte Graue Stadt. Auf die Frage, was sie nach Berlin bringt, wird ihr bescheidenes Lächeln breiter und sie reagiert mit Enthusiasmus: “Berlin ist mittlerweile beinahe zu meinem zweiten Zuhause geworden- Allein in den letzten paar Monaten war ich viele male hier, teilweise auch für längere Zeiträume. Ich liebe große Städte und Berlin passt besonders gut zu mir, die Leute, die Atmosphäre. Letzten Sommer nahm ich an einem Kurs für Filmgestaltung teil und kam später noch einmal zurück, um am Drehprozess teilzunehmen. Das war eine unglaubliche Erfahrung, ein Traum wurde wahr.“

Julia interessierte sich schon als Teenager für die Fotografie mit der Zenit-Kamera ihres Vaters und machte Portraits von Freunden und Klassenkameraden. Damals hätte sie nicht gedacht, dass sie eines Tages ein Profi sein würde. Dann richtete sie ihre erste Instagram-Seite @julka8484 ein und tauchte in die Welt der Schwarzweiß-Bilder ein. Zu diesem Zeitpunkt begann sie auch darüber nachzudenken,im magischen Land der Fotografie Fuß zu fassen: “Ich habe mich wirklich tiefgreifend mit dem Konzept der Fotografie beschäftigt, ich habe viel über verschiedene Techniken gelernt. Ich war hungrig danach, ich habe das ganze Wissen förmlich aufgesogen.”

In ihrem S&W-Konto veröffentlichte sie hauptsächlich geometrische und grafische Bilder. „Das liegt hauptsächlich daran, dass ich in Antalya diese Architektur vermisse. Dann habe ich immer nach Themen gesucht, die mich irgendwie an die Großstadt erinnern.“

Seit fünf Jahren postet sie jedoch als @jularif, hauptsächlich skandinavische Lifestyle Bilder, Blumensträuße, Schnappschüsse und Porträts ihrer süßen Tochter Sophie. „Als ich meine Tochter bekam, wollte ich noch mehr Homestyle- und Lifestyle-Fotos aufnehmen und mit der Community teilen. Ich war sehr daran interessiert, ich wollte lernen, diese wunderschönen Bilder aufzunehmen, um die Momente festzuhalten, in denen wir das Leben feiern. Auf all den Fotos kann man Sophie beim Aufwachsen zusehen.“

Wenn sie darüber spricht, was die Fotografie für sie bedeutet, sagt sie, dass sie ihr wirklich Spaß bereite und sich kaum wie Arbeit anfühlen würde. Es ist der Prozess, den sie wirklich genießt; von der Kommunikation mit den Kunden, über das Shooten bis hin zum Ende, zur Nachbearbeitung. „Ich könnte mir mein Leben ohne Fotografie nicht vorstellen.“

In Bezug auf Instagram und die Bedeutung der Plattform für sie, erklärt sie, dass sie das Konto in letzter Zeit aufgrund ihres vollen Zeitplans nicht mehr so aktiv pflegt wie früher. „Als ich mit meinem ersten Insta-Feed angefangen habe, habe ich an vielen S&W-Wettbewerben teilgenommen. Damals gab es eine große S&W-Community. Das hat wirklich Spaß gemacht. Mit @jularif erhielt ich auch viel Unterstützung von anderen Lifestyle-Instagramern, da es zunächst schwierig war, Lifestyle-Fotografie zu machen. Es gibt so viele Leute aus der ganzen Welt, mit vielen inspirierenden Accounts wie @confettis, @foodstories und @kristinrogers, um nur einige meiner Favoriten zu nennen.“

Für ihre Zukunft zieht sie es in Erwägung, sich auch als Film-Set-Fotografin und in der Filmkunst zu versuchen. „Ich glaube wirklich, dass ich mich in diese Richtung entwickeln könnte, so sehr, dass ich mich wahrscheinlich für die Kinematographie-Ausbildung an der Filmuniversität Babelsberg in Potsdam bewerben werde.“