Einen Aufbruch ins Ungewisse hat Moritz Peters aka @mori_tz dieses Frühjahr hingelegt. Gerade noch fest angestellter, halb erfüllter Art Director entschloss er sich quasi vom einen auf den anderen Tag zum Schritt ins traumhaft steinige Freelancertum als Fotograf. “Ich wollte nicht nur temporär aussteigen und nach der Reise in den alten Trott zurück fallen. Ich wollte die völlige Freiheit haben und das Reisen endlich mit meinen Fähigkeiten verknüpfen”, sagt er.

Sein erster Auftrag kam von STA Travel, für die er in 100 Tagen um die Welt reiste - eine tolle Chance für den 27-jährigen, seine Fähigkeiten als Fotograf von lebendigen Straßenszenen, atemberaubenden Landschaften und herzlichen Begegnungen unter Beweis zu stellen.

Seeking for the right angle #London @tobyziff @harryriddick

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Die Reiseroute führte ihn von Singapur, Philippinen, China und Australien über die USA nach Costa Rica, Mexiko und Brasilien. Moritz kann also Auskunft darüber geben, wie man die gesperrten Internetdienste in China umgeht, mit zwei Pässen reist und schnell ein Visum für die Staaten bekommt. Er hat aber auch viele Begegnungen mit Menschen festgehalten und nie seine gute Laune verloren, auch nicht als er in China zur vielgesuchten Fototrophäe wurde…

Exploring the streets of #Xian - there are some good shots hidden everywhere in the narrow streets of #China #travel Ein von Moritz Peters (@mori_tz) gepostetes Foto am

@mori_tz kommt aus einer kreativ sehr umtriebigen Familie. Vor kurzem teilte er Fotos seiner 90-jährigen Oma auf Instagram. Die Dame schneidet immer noch filigrane Scherenschnitte. “Sobald sie die Schere in der Hand hält”, sagt er über sie “bekommt sie eine ruhige Hand.”

3/3 No cutting knifes, just paper and scissors. #handcrafted #handicraft #papercut #scissors

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Der Kommunikationsdesigner bewundert die klassischen Reportagefotografen der Leica-Ära und ein wenig sieht man das seinem Bildaufbau auch an. Auf der Reise ergaben sich neue Projekte unter anderem für dedon, urban outfitters und foodora. “Du entwickelst du dich extrem weiter”, schwärmt er. Seine Akkus lädt er aber bei Freunden und Familie in Lüneburg auf - “Heimatlos bin ich vielleicht nicht, aber dafür konstant unterwegs” - deswegen ist auch ein festes Studio für ihn undenkbar.

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