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Elisaveta (Belka) und Serena (Strelka) sind leidenschaftliche sind leidenschaftliche Abenteuerinnen und immer auf der Suche nach neuen Geschichten für ihr erst kürzlich gegründetes Magazin The Fernweh Collective. Was es mit den Namen Belka& Strelka und #printisnotdead auf sich hat und warum ihr The Fernweh Collective unbedingt in eure Zeitschriftensammlung aufnehmen solltet haben mir die beiden hier berichtet. Das aktuelle Magazin ist leider schon nach kürzester Zeit vergriffen.

In drei Sätzen was ist The Fernweh Collective?

Ein Magazin für Abenteurer, Autoren und Fotografen, Vollzeit-Lebenskünstler und Teilzeit-Reisende. Ein Kollektiv, das von Ausgabe zu Ausgabe wechselt und das Fernweh zum Leser nach Hause bringt. Eine Mission: Zu reisen, ohne groß zu planen, zu gehen, ohne zu warten, zu leben, ohne zu bereuen.

Wie kamt ihr zu der Idee für The Fernweh Collective?

Belka: Wir publizierten seit 2013 digitale Reisegeschichten, erst als Blog, dann als e-Mag und wurden immer wieder mit Anfragen von Lesern konfrontiert, die unsere Geschichten in der Hand halten wollten. Wir fanden die Idee an sich spannend, wir lieben das Reisen und haben Spaß daran, neue Formate auszuprobieren.
Strelka: The Fernweh Collective entstand jedoch aus einem Trotz-Impuls. Wir analysierten den Zeitschriftenmarkt und stellten fest, dass ein Großteil der Zeitschriften heutzutage der Werbeplatzierung dienen. Wir aber hören keiner Werbung mehr zu. Wir übersehen, überhören, überblättern sie. Sie ist im besten Fall irrelevant, im schlimmsten Fall ärgerlich, weil man sie kaum mehr von den redaktionellen Inhalten unterscheiden kann.
Belka: Wir wollten echte Reisegeschichten und kreierten ein Reisemagazin für unsere werbemüde Generation – die Idee stößt auf Begeisterung. Wir bekommen bombastisches Feedback von den Lesern. Die nächste Ausgabe ist bereits in Arbeit.

Für wen ist The Fernweh Collective? 

Belka: Die Zeitschrift ist für alle, die nach Abenteuern in einer Welt suchen, in der vermeitlich jedes Abenteuer bereits gelebt, perfekt in Szene gesetzt, fotografiert und geblogstagrammt wurde. Unsere Reisegeschichten sind ungefiltert, die Autoren und Fotografen zeigen Pannen, dürfen fluchen und hinter die Kulissen blicken lassen. Wir sprechen auch bewusst eine andere Sprache als etablierte Medien.

Warum wieder vom Online Magazin zum Print?

Strelka: „Erst Papier, dann Online“ geht heutzutage nicht mehr auf – die großen Verlagshäuser klagen über Leserschwund und fehlende Digitaldynamik. Im Nischensegment sieht die Situation allerdings anders aus: Mit unseren Online-Formaten konnten wir eine Leserschaft aufbauen und hatten Lust zu zeigen, dass man digitale Bewegungen durchaus auch aufs Papier bringen kann. #PrintIsNotDead. So viel ist sicher.

Wie kam es zu Belka + Strelka?

Belka: Im Jahr 2013 haben wir unsere ursprünglichen Karrierewege aufgegeben und waren Bloggerin und Fotografin. Getroffen haben wir uns wie sich Berliner Freiberufler so treffen, bei einem Kaffee in Mitte. Es war schnell klar, dass wir „was“ gemeinsam machen müssen. Dieses „was“ führte uns von Blog und e-Mag, über Medienkonzepte und Kommikationskampagnen, schließlich zum The Fernweh Collective.
Strelka: Der Name Belka + Strelka entstand auf dem Weg zu einem Frühstücks-Date in Berlin. Wir hatten kurz zuvor eine russische Rucksackmarke „Sputnik“ gegoogelt und unterhielten uns über die Raumfahrt. Belka + Strelka waren die ersten irdischen Lebewesen, die die Erde umrundet haben und lebend zurückkamen. Es waren weibliche Straßenhunde, da Hündinnen besser für die Raumfahrt geeignet waren. Die Namen schlichen sich ein und sind sowohl unsere Spitznamen als auch unser Firmenname geworden.

Was heißt es für euch Fernweh zu haben? Wie verbindet man am besten seinen Alltag & Arbeit mit Abenteuer& Reisen?

Belka: Fernweh haben wir eigentlich immer, auch wenn wir unterwegs sind. Wir sind konstant auf der Suche nach Neuem und selten satt von dem Gefühl.
Strelka: Einen Alltag haben wir nicht, eher einen Rhythmus. Unser Magazin erscheint einmal im Quartal, da bleibt Zeit für eine Reise für jeden, hier wechseln wir uns gegenseitig ab und haben dazwischen einen Arbeitsmarathon, in dem wir beide zusammen an der nächsten Ausgabe arbeiten. Da unser Kollektiv von überall auf der Welt kommt, richten wir uns nach fremden Zeitzonen und …Belka: … so kann es sein, dass ein Arbeitstag mit einem Skype-Interview um die halbe Erdkugel um Mitternacht endet. Oder dass man auch während der Reiseauszeit noch an der Layout-Datei arbeitet.

Wie kann man Teil von The Fernweh Collective werden?

Strelka: Auf Instagram sind wir konstant auf der Suche nach Abenteurern, unser Hashtag ist #stopwaitingjustgo und natürlich #fernwehcollective. Für das Print-Magazin suchen wir nach echten Geschichten und inspirierenden Reisenden – wer dazu gehören möchte, schreibt uns am besten.

Eure Lieblingsmagazine?

BelkaWIRED und Business Punk schaffen es regelmäßig in mein Regal. Auch FoundR Mag (ein Appzine über Unternehmertum) lese ich gerne – nicht weil es bahnbrechend ist, sondern weil es gut verdaulich, prägnant und unterhaltsam ist. Das ist viel Wert in einer Welt, in der keiner Zeit hat.
Strelka: Außerdem beobachten wir natürlich gespannt, was Independent Magazine aus Übersee machen. Auch deutsche Magazine wie The Weekender und größere wie Andy Warhol’s Interview tauchen immer wieder auf unserem Radar auf.

Was ist für euch die wichtigste Social Media Plattform?

Strelka: Zur Zeit boomt Instagram, was vermutlich auch den Höhepunkt dieser App markiert. Wir sind auf Periscope und Snapchat unterwegs und warten gespannt auf the Next Big Thing, irgendwas in 3D vielleicht.
Belka: Im Grunde ist es gefährlich, sich auf eine Social Media Plattform zu verlassen. Was vorgestern MySpace und Twitter waren und gestern Facebook, sind heute Instagram, Snapchat und Periscope, sind morgen Micro-Fan-Sites & Virtual Reality.

Seid wann seid ihr beide auf Instagram aktiv?

Strelka: Mit @thefernwehco sind wir seit einigen Monaten aktiv, @belkaberlin nimmt dagegen seit Jahren ihre Follower auf ihre Reisen in den Dschungel, nach Afrika oder auf die zahlreichen Inseln mit.
Belka: Wer hingegen @strelkaberlin auf Instagram sucht, findet erst 21 Fotos, da sie die meisten ihrer Schnappschüsse an der Tür ihres Kühlschranks postet.

Wo seht ihr euch mit The Fernweh Collective in 20 Jahren?

Strelka: In 20 Jahren? Da werden wir The Fernweh Collective vermutlich schon fünf mal umbenannt haben, ein holographisches Reiseerlebnis anbieten und vielleicht das tun, was Belka+Strelka 1.0. nicht geschafft haben: Zum Mond reisen.
Belka: Unsere Langzeitplanung umfasst aktuell 3 Jahre. Jetzt geben wir ein Magazin heraus und reisen. Das wird nicht immer so bleiben. Unsere vielleicht einzige Langzeitvision ist: Ein Leben nach eigenen Maßstäben zu leben und nie etwas zu bereuen.

Elisaveta (Belka) and Serena (Strelka) are passionate adventurers and always looking for new stories for there recently founded magazine The Fernweh Collective. Read now, what the names Belka& Strelka even mean as well as what it’s all the #printisnotdead and why you definitely have to include The Fernweh Collective to your magazine collection. Unfortuntately the first issue has been sold out shortly after the release.

In three sentences, what is the Fernweh Collective?

It’s a magazine for adventurers, photographers and authors, full-time artists of life and part-time traveller. A collective that changes from issue to issue and brings home the Fernweh to the reader. A mission: to travel, without having to many plans, to go without waiting, to live without regrets.

How did you get the idea of the Fernweh Collective?

Belka: Since 2013 we are publishing travel stories. At first on a blog, then as an e-mag but we got a lot of requests of our readers who wanted to hold our stories in their hands. We were fascinated by this idea, we both love to travel and we have fun trying out new formats.
Strelka: But it actually was the result of a defiance impulse. As we analysed the different magazines on the market we came to the conclusion that most of the magazines nowadays consist a lot of times only of advertisement placement. But we don’t listen to advertisement anymore. We overlook, overhear and skip the pages. In the best case the advertisement is irrelevant, the worst-case scenario is when you can’t distinguish from editorial content.
Belka: We wanted real travel stories and so we created a travel magazine for our generation, who is tired of advertisement- now a lot of people are enthusiastic about this idea and we are getting positive feedback! We are already working on the next issue.

Who is the target group of The Fernweh Collective?

Belka: The magazine is for everyone looking for adventures outside the world where everything is already supposedly set in scene with photos. Our travel stories are unfiltered, therefore the photographers and authors show breakdowns, they are allowed to swear and they let you have a glance behind the scenes. We consciously use another language then the established media.

Why did you choose to go back to the classic print edition?

Strelka: “At first paper, then online” doesn’t work nowadays- all the big publishers complain about the loss of readers and the missing digital dynamic. But if you look at the niche segment it looks totally different. Because of our online magazines we could already build up a community and so we got motivated to show that it is possible to take the digital movement out onto paper. #Printisnotdead. That’s for sure.

How did you start Belka and Strelka?

Belka: In 2013 we both gave up on our original jobs and worked as Blogger and Photographer. We met just how all freelancer in Berlin meet, at a café in Mitte. Immediately we know that we had to do “something” together. The “something” led to a blog, an e-magazine over media concepts and Communication campaigns and at last to The Fernweh Collective.
Strelka: The name Belka and Strelka occurred on the way to a breakfast date in Berlin. A second ago we had goggled the backpack brand “Sputnik” and had a talk about space travel. Belka and Strelka were the first two living beings flying around the world and returning alive. They were female dogs ‘cause they fitted in the best. The names became our nicknames as well as our company name.

What does it mean to you to have wanderlust and how do you connect daily life & work with adventures & travelling?

Belka: We have wanderlust all the time, even if we are on the go. We are constantly looking for new things and we are rarely full of the feeling.
Strelka: We don’t have a daily routine more like a rhythm. The magazine is published once a quarter, so there is some time left to travel. We both have a turn and then again we have a marathon of work where we work together on the next issue. Our Collective is supported that is why we comply with different time zones and…
Belka: …then it is possible that a normally working day finishes with a Skype interview till midnight. Or sometimes we have to work on a layout file during our travel time.

How can you become part of The Fernweh Collective?

Strelka: We are constantly looking on Instagram, our Hashtag is called #stopwaitingjustgo and of course #fernwehcollective. For the print magazine we are looking for real stories and inspiring traveller – just write us if you want to be a part of it.

Your favourites magazines?

Belka: You can find a lot of WIRED and Business Punk in my shelf. Another favourite is the FoundR Mag because it is easy to read, concise and entertaining. This is worth a lot in a time where nobody has time anymore.
Strelka: Furthermore we keep a watch on to the independent magazines overseas. Also German magazines for example The Weekender and more popular ones like Andy Warhol’s Interview keep showing up.

What is the most important social media platform for you?

Strelka: At the moment Instagram booms what might mark the highest point of the app. We are also on Periscope and Snapchat and we are excitedly waiting for the next big thing, maybe something in 3D.
Belka: Basically it is dangerous to count on a social media platform. What were MySpace and Twitter the day before became Facebook yesterday, are Instagram, Snapchat and Periscope today and may become micro-fan-sites and virtual reality tomorrow?

When did you become part of Instagram?

Strelka: @thefernwehco is active on Instagram for a few months now. Whereas for a few years now @belkaberlin takes her followers around the world, to the jungle, to Africa or to different islands.
Belka: @strelkaberlin has only 21 photos on her account for now. She prefers to put her snapshots on to the fridge.

Where do you see yourself and The Fernweh Collective in 20 years?

Strelka: 20 years? By then we probably already changed the name five times, we may offer a holographic travel experience and maybe we reach out to what Belka& Strelka 1.0 didn’t succeed to do: travelling to the moon.
Belka: Our long time planning covers three years. At the moment we publish a magazine and we travel. It is not going to stay like that. Our only long-term vision is: To life a live with own standards and to never regret anything.