Mit blonder, gewellter Mähne, viel Energie und guter Laune erscheint @fraenze_berlin aka Franziska zum Interview in einer ruhigen Seitenstraße von Neukölln. Wir sitzen auf dem Gehsteig vor “Das Ungeheuer”, einem liebevollen Vintage-Restaurant und sprechen über ihr Praktikum bei der Polizei, über Paris und natürlich über Bobby.

Franziska ist im Spreewald südlich von Berlin aufgewachsen – eine behütete Kindheit, der eine stürmische Jugend folgte, so dass ihre Eltern früh sagten “Kind, du bist verrückt, du musst nach Berlin!” – ein Rat, dem sie umgehend folgte. Sie wohnt in Neukölln und genießt den Trubel an der Hermannstraße – “oft fühlt sich das wie Urlaub an” – wie die meisten ist auch sie ein Kiezpatriot und sehnt sich im Wedding schnell nach Neukölln.

Das Fotografieren ist für Franziska ein Ausgleich zum Job. Sie hat öffentliche Verwaltungswirtschaft studiert – “Ich weiß, total langweilig!” und wird ab Juni bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport arbeiten. 3-4 Tage widmet sie dem Fotografieren pro Woche – und liebt Walks. “Ich hänge mich gern an andere. Denn: Ich hasse es, Entscheidungen zu treffen! Wenn man mit mehreren unterwegs ist, sieht man einfach mehr und kann andere Perspektiven einnehmen.” Mit @loewe7 und @ellamsinger ist sie daher mal spontan nach Warschau auf einen Instawalk gefahren, aber auch der Dresden-Walk der Museen und unzählige persönliche Verabredungen zu gemeinsamen Walks haben sich auf ihrer Galerie niedergeschlagen.

Ich frage @fraenze_berlin, was ein verrücktes Kind in Berlin tut? Die Antwort kommt prompt: Es färbt sich nicht nur die Haare von rabenschwarz zu blond, sondern macht noch dazu ein Praktikum bei der Polizei. Bobby war übrigens Franziskas Hase und tauchte immer mal wieder in ihrer Galerie auf – als er gestorben ist, fuhr sie zurück in den Spreewald und hat Bobby in Großvaters Garten bestattet.

Aller zwei Tage versucht sie zu posten – für die ästhetischen Sachen auf ihrem @fraenze_berlin Account, for fun dagegen auf @fraenze_wonderlust. Trotzdem meint sie: “Ich gehöre zu den Faulen. Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich nie auf der suggested user list war – ich möchte nicht permanent abliefern, sondern Instagram gerne machen.” Sie reist auch sehr gern – Metropolen wie Paris und Budapest ziehen sie magisch an, Paris sogar regelmäßig. “Ich hab’ mein Herz an die Stadt verloren,” schwärmt sie. Und New York steht als “großer Bruder von Berlin” ganz oben auf der Wunschliste. In Kürze ist Wien dran – ein Ort, wo ihre Eltern schon waren und Franziska nicht – “Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen”, sagt sie verschmitzt.

@fraenze_berlin legt euch diese Igers besonders ans Herz:

@vutheara – weil er die Paris-Sehnsucht weckt
@steffimarla – wegen ihres mädchenhaften Charmes
@bantko – wegen dem Kontrast zu Berlin, weil er nur Natur fotografiert