Nathalie kommt aus Südfrankreich, macht Fotos schon seitdem sie 8 Jahre alt ist und flaniert für ihr Leben gern. Wir treffen sie in Stockholm, ihrer Wahlheimat, und plaudern mit ihr über Fotografie und Instagram, ihr Leben in der schwedischen Hauptstadt und über ihre persönliche Definition von Schönheit.

Während wir gemeinsam in einer belebten Bar essen, spricht Nathalie abwechselnd Deutsch und Schwedisch, als sie jedoch vor einigen Jahren nach Stockholm kam, konnte sie weder Schwedisch noch Englisch. Es sei anfangs schwer gewesen, sagt sie, aber lehrreich. Überhaupt redet sie lieber von lehrreichen Erfahrungen – nie von schlechten. Dafür erzählt sie uns von ihrem ‚Moment des Ruhms‘ als einige ihrer Schüler die Pickmotion Postkarte mit ihrem Motiv in einer Buchhandlung entdeckten. „Und ich hatte sie selbst gar nicht gesehen, das war sehr lustig.“, erinnert sie sich.

 

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Fotos macht sie gerne spontan, ihre Kamera hat sie immer dabei. Daher ist sie auch gern zu Fuß unterwegs, um zu fotografieren, die Gedanken schweifen zu lassen und die Umgebung in sich aufzunehmen. „Ich bin die Flâneuse“, sagt sie und lacht. Auf dem Weg zur Arbeit oder zurück, Nathalie findet immer eine Gelegenheit, Fotos zu machen – besonders in Stockholm, der für sie schönsten Stadt Skandinaviens. Besonders bei Nebel findet sie die Stadt wunderschön.

 

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Auf die Frage, was genau Schönheit für sie ausmacht, antwortet sie: „Wenn es zu perfekt ist, ist es nicht schön. Dann ist es nur perfekt. Zu perfekt.“ Oft sei es das Zusammenspiel von Schönheit und Imperfektion, das Charme verleiht, wie zum Beispiel die Risse in den Hausfassaden in Italien und Frankreich. Viele deutsche Städte sind ihr daher zu perfekt – mit der Ausnahme von Berlin. Kurz schwärmt sie von der Vielseitigkeit unserer Hauptstadt, vom Zusammentreffen der vielen unterschiedlichen Stile. Auch hier sei es die Unvollkommenheit, die der Stadt ihrer Meinung nach Reiz verleiht. „Es ist ein kompliziertes Gleichgewicht zwischen dem Hässlichen und dem Schönen.“

 

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Fast täglich postet sie als @nathaliec136 bei Instagram – seit mittlerweile fünf Jahren. Besonders die Community gefällt ihr gut, dass sie auf die Gastfreundschaft anderer Fotografen zählen kann, wenn sie auf Reisen ist. Aber auch die Vernetzung innerhalb Stockholms, mit Schweden, die auch fotobegeistert sind. Sie habe eigentlich fast nur gutes von Instagram gelernt und viele Menschen kennengelernt, sagt sie selbst. Nathalie erzählt uns, dass sie bereits seitdem sie ein Kind ist gerne fotografiert. Dass es sich seitdem durchgesetzt hat, liegt vielleicht auch daran, dass sie nach eigener Beurteilung kein Talent zum Zeichnen und Malen habe. Wenn sie vom Fotografieren redet, klingt es allerdings, als wäre es ein Kinderspiel – das Gefühl für die richtige Komposition und Bildsprache ist für sie selbstverständlich. Wir fragen sie, was die Fotografie für sie bedeutet. „Es ist eine Leidenschaft. Es ist viel mehr als ein Hobby. Ein Hobby, das macht man einmal die Woche. Ich fotografiere jeden Tag!“

 

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