Wer sind eigentlich diese super engagierten Leute, die mobilephotography.de ins Leben gerufen und seither eine Menge guter Community-Arbeit geleistet haben? Was ist ihre Geschichte und ihre Vision? Pickmotion hat an einem verregneten Oktobermontag den Mitbegründer Jan Kickinger getroffen. ‘Mo’, Moritz Möller, war leider nicht dabei.

Das “Factory Girl” in der Auguststraße ist ein von Andy Warhol und der Popkultur inspirierter Laden, wir sitzen unter Campbells Tomato Soup Büchsen an einem runden Tisch. “Das war für mich eine Offenbarung”, sagt Jan, als wir über Instagram zu sprechen beginnen “so direkt und unmittelbar.” Viele Kontakte aus der Anfangszeit bestehen bis heute – “wir haben uns einfach über unsere Accounts getroffen” – nie sei es vorgekommen, dass er Fotos mochte und die Person hinter der Kamera dann nicht. Auch seine Freundin @mariposa_730 hat Jan auf einem Walk kennengelernt, in Philadelphia.

Die spontane Begeisterung war es auch, die die beiden Gründer Jan Kickinger (@kickin) und Moritz Möller (@brainyartist) angefeuert hat, 2014 mit ihrer Website mobilephotography.de online zu gehen – es ist bis heute eine Plattform, die der gelernte Architekt Jan und der Kunsthistoriker Moritz nahezu allein und in ihrer Freizeit schaukeln. Es heißt dort: “Mobile Fotografie und ihre Sharing-Plattformen schaffen völlig neue Möglichkeiten des Ausdrucks, des Workflows und der Kommunikation. Mit einem einfachen Tippen unserer Finger haben wir die Möglichkeit in der Hand, die großen und kleinen Momente zu erfassen und eine völlig neue Bildsprache zu gestalten.”

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Der Höhepunkt war für Jan das bisher größte Instameet Europas mit über 200 Instagramern in Berlin und vielen thematischen Walks in der Stadt – und mobilephotography.de will mit seinen Events, wiewohl sie intimer sind, auch daran anknüpfen. Die Walks in Neubrandenburg und die #emptywalks in Berliner Museen zeugen davon.

Einen kleinen Wehmutstropfen sieht Jan in der neuen Ernsthaftigkeit auf Instagram, den “knallharten Business Instagrammern” und den vielen Neuerungen, die ihm die Plattform verleiden. Moritz Möller hat kürzlich auf dem mobilephotography.de-Blog darüber geschrieben, wie große Igers ihren Wachstum manipulieren. Vielleicht sind diese Igers der ersten Stunde verträumt, aber wir mögen ihren authentischen Ansatz – #communityfirst!

Und hier noch eine kleine Liste von Jans Lieblings-Igers:
@efi_o
@le_blanc
@lars_geh
@inif
@wheway (EyeEm)